Sexualität in der Partnerschaft

Nichts ist mir heiliger als die Kraft, die zwei Menschen zusammenbringt und zusammenhält. 

 

 

 

Der Vollzug 

Quelle: Bert Hellinger "Die Liebe des Geistes: Was zu ihr führt und wie sie gelingt". S. 59

 

"Die Scheue, unser Intimstes beim Namen zu nennen und es in einer Paarbeziehung als Erstes und Nächstes zu wollen, hängt wohl damit zusammen, dass in unserer Kultur der Vollzug der Liebe von Mann zu Frau vielen fast wie etwas Unanständiges und wie unwürdige Notdurft erscheint. Und doch ist es der größmögliche menschliche Vollzug. Kein anderes menchlsches Tun ist mehr im Einklang mit der Ordnung und Fülle des Lebens und nimmt uns umfassender für das Ganze der Welt in Pflicht. Kein anderes menschliches Tun bringt solch selige Lust. Kein anderes menchlisches Tun ist folgenschwerer und risikoreicher, trotzt uns auch das Letzte noch ab und macht uns so wissend und weise und menchlisch und groß, als wenn ein Mann eine Frau und eine Frau einen Mann nimmt und erkennt. Demgegenüber erscheint alles andere menchlische Tun nur als Vorbereitung und Hilfe oder Folge, vielleicht noch als Zugabe, oder aber wie Mangel und Ersatz. 

Der Vollzug der Liebe von Mann und Frau ist zugleich unser demütigste Tun. Nirgendwo sonst geben wir uns solch eine Blöße und offenbaren so schutzlos die Stelle, an der wir am verletzllichsten sind: und nichts schützen wir daher auch mit solch tiefer Schamm als den Ort, an dem Mann und Frau sich liebend begegnen und sich ihr Intimstes zeigen und anvertrauen."

 

 

 Sexualität in einer Partnerschaft

(Selbstdifferenzierung nach David Schnarch)

Menschliche Beziehungen sind gewollt und gedacht als Wachstumsprozesse, die das Beste in uns zutage fördern. Sie spornen uns zum Wachsum an, erst durch sie werden wirm kreativ und widerstandsfähig und verwirklichen uns. 

 

"Du kannst an der Beziehung nicht arbeiten. Doch die Beziehung arbeitet stets an dir" David Schnarch

 

Falsch: Kontrolle der Umgebung als Ersatz für die Selbstkontrolle. Wenn Sie sich auf einen anderen Menschen verlassen, ihr positives Selbstempfinden zu nähren, kommen Sie in die Zwickmühle diesen Menschen als Quelle für die Befriedigung Ihrer Bedürfnisse zu kontrollieren. Sie müssen sich erst die fremde Quelle entbehren lernen und die eigene Quelle erschließen. 

 

Ein stabiles positives Selbstempfinden entsteht, wenn Sie sich selbst konfrontieren und beherzt tun, was Sie für richtig halten. Damit verdienen Sie sich selbst Ihre Selbstachtung und sind nicht auf die Achtung der Anderen angewiesen.

 

Die Wahlmöglichkeiten zwischen der Entwicklung oder Ausweichung einer Entwicklung verringern sich in dauerhaften Beziehungen, dauerhafte Beziehungen erfordern Lösungen durch Selbstdifferenzierung. 

 

4 Aspekte der Balance in den Liebesbeziehungen

 

  1. Ich weiß, wer ich heute schon bin (Ich bin was, ich habe mich selbst erfahren), ich weiß, welche Erfahrungen ich noch machen möchte (ich werde mehr, ich möchte noch weitere Erfahrungen machen). Das erübrigt, dass Sie sich fremden Vorstellungen anpassen.
  2. Ich kann mich selbst regulieren. Ich kann mich z.B. bei Trauer selbst aufheitern, bei Wut selbst beruhigen, meine eigenen Ängste annehmen und verringen, auf meine Verletzungen selbst heilsam einwirken, ich kann mich selbst sexuell befriedigen.
  3. Ich reagiere ruhig auf die Anderen – Mitgefühl ohne Distanz statt Mitleid.  Die Anderen dürfen Wut, Angst etc. haben.
  4.  Sinnvolle Beharrlichkeit – die Bereitschaft, sich mit den Problemen auseinanderzusetzen, die der authentischen Begegnung mit dem Partner im Wege stehen, um des Wachstums willen Unbehagen zu ertragen. Die Bereitschaft zur Anteilnahme an der Selbsterfahrung des Anderen, an seiner Weiterentwicklung. Der Satz "Ich will dich" wird oft misverstanden. Die Menschen mit dem niedrigen Differenzierungsgrad meinen darunter: "Ich will mit meinen besondernen Interessen gewollt werden." Aber ich will selbst nicht wollen. Denn unter Wollen versteht sich die Bereitschaft an den besonderen Interessen des Partners Anteilnahmen zu nehmen.

 

 

Erst durch die Selbstdifferenzierung entsteht die Ebenbürtigkeit und die Gegenseitigkeit, die gleiche Augenhöhe, die eine Partnerschaft erst überhaupt ermöglicht. 

 

Aus Bert Hellinger: "Die Liebe des Geistes" S. 62

 

"Die Gegenseitigkeit

 

Zur Ordnung der Liebe zwischen Mann und Frau gehört, dass es zwischen ihnen zu einem Austausch kommt, bei dem beide gleichermaßen geben und nehmen. Denn beide haben, was dem anderen fehlt, und beiden fehlt, was der andere hat. Beide müssen daher, wenn es zum Austausch kommen soll, geben, was sie haben, und nehmen, was ihnen fehlt. Das heißt, der Mann gibt sich der Frau zum Mann und nimmt sie sich zu Frau; und die Frau gibt sich dem Mann zur Frau und nimmt ihn sich zum Mann. 

 

Diese Ordnung der Liebe wird gestört, wenn der eine begehrt und der andere gewährt; denn das Begehren erscheint wie klein, und das Gewähren wie groß. Dann erweist sich der eine als bedürftig und wie einer, der nimmt, und der andere, obwohl vielleicht liebend, erweist sich als helfend, wie einer, der gibt. Dadruch aber wird, wer nimmt, wie ein Kind, und wer gibt, wird wie Eltern. Wer nimmt, der muss vielleicht denken, als hätte er genommen, ohne zu geben; und wer gibt, der fühlt sich vielleicht überlegen und frei, als hätte er gegeben, ohne zu nehmen. Dadurch aber wird der Ausgleich verweigert und der Austausch gefährdet. Damit beides gelingt, müssen beide begehren und beide, was der andere bedürftig begehrt, mit Achtung und Liebe gewähren."

 

 

Systemisches Berührungscoaching für Paare -  80 Euro /St.

 

 

Gutes Zusammenspiel ist wichtiger als perfekte Technik oder Figur.

 

In der kostenfreien Schnupperstunde werdet ihr zunächst erfahren, was eine "KOLLABORATIVE ALLIANZ" ist. 

 

Kollarborative Allianzen beinhalten:

 

1) auf ein gemeinsames Ziel hin zusammen zu arbeiten 

2) selbst dann ehrlich zu sein, wenn dies schwierig werden könnte

3) die Wahrheit nicht zu verfälschen oder verheimlichen, um den Partner zu manipulieren

4) sich selbst mit den Problemen konfrontieren und zulassen, dass der Partner sie adäquat versteht

5) auch dann, wenn der Partner seinen Teil der Verpflichtung zeitweilig nicht erfüllt, seinen Anteil erfüllen

 

 

Quelle: David Schnarch "Intimität und Verlangen: Sexuelle Leidenschaft in dauerhaften Beziehungen"

 

Dann formulieren wir zunächst ein gemeinsames Ziel unserer Zusammenarbeit, welches der Individualität eurer Beziehung entspricht. D.h. worin liegen eure besonderen Interessen? Ich bediene mich der Methoden der systemischen Aufstellungsarbeit und praktischer tantrischer Übungen zu den einzelnen Bausteinen der ganzheitlichen Sexualität:

 

- Entspannung und Lösung von Funktionsübertragungen ( Mutter-Frau. Vater- Mann)

- Präsenz (Verbindung zwischen Berühren und Spüren)

- Wandel : Rythmus in der wellenförmigen Bewegung (Lust -Unlust, Steigerung -Stagnation)

- Ausdehnung ( noch tiefere Entspannung, tiefer mit sich selbst verbunden, länger presänt in einer Begegnung etc.) Was tun gegen die Langeweile?

- 4 Aspekte der Balance stärken, sich selbst beobachten und regulieren lernen

 

Und gemeinsam entdecken wir, worauf es ankommt beim Berühren und Berühren lassen. 

 

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