Intimmassage? Nehme ich mir mich selbst zu Herzen?

 

 

 

Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht.

Edmund Stoiber

 

Muss eine Tantramassage eine Intimmassage beinhalten? Ein ganz klares Nein! Sie muss gar nichts. 

 

Gerade darum geht es ja in der Tantramassage: Raum für bewusste Entscheidungen einräumen, in sich reinspüren - berühren und spüren mit einander verknüpfen, verinnerlichen, bewusst wollen / nicht wollen, sich die eigenen Wünsche, Schmerzen, Grenzen zu Herzen zu nehmen und sich beherzt für sich selbst einsetzen. Mutig (im Außen) und demütig (im Inneren) sind zwei Seiten der selben Medalie. Was ist jetzt gerade dran und was nicht? Eine Intimität ist nicht erst dann gegeben, wenn du jeden Centimeter des Körpers berühren lässt, sondern dann, wenn du einen offenen, urteilsfreien Raum vorfindest, in dem du dir selbst etwas offenbaren kannst, was gerade da ist. Ein Nein oder ein Ja. Darüber entscheidest du gar nicht. Das Einzige, was du tun kannst, ist dich selbst zu beobachten. Wie wird ein bewusstes "Ja" geboren? Wie wird ein bewusstes "Nein" geboren? Wie werden Entscheidungen EINHEITLICH mit Kopf, Herz und Körper getroffen? 

 

"Wenn es Tag ist, beobachte den Tag, und wenn es Nacht ist, beobachte die Nacht – und identifiziere dich nicht mit einem der beiden. Du bist weder Tag noch Nacht, du bist transzendentale Bewusstheit. Zentriere dich mehr und mehr in dieser Bewusstheit."

Osho 

 

Und niemals lässt es sich voraussagen, wie der Körper, die Seele und der Geist auf die Berührung reagieren und in welchem Moment die entscheidende Masse erreicht wurde, so dass du als Massagegast das Gefühl bekommst: Ja, ich bin gemeint, gesehen, angenommen, ganzheitlich berührt. Und das ist das Intimste, was du jemals einem Menschen schenken kannst.

 

 

 

Die Weltgesundheitsorganisation definiert die sexuelle Gesundheit wie folgt:

 

"Sexuelle Gesundheit ist untrennbar mit Gesundheit insgesamt, mit Wohlbefinden und Lebensqualität verbunden. Sie ist ein Zustand des körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefindens in Bezug auf die Sexualität und nicht nur das Fehlen von Krankheit, Funktionsstörungen oder Gebrechen.

Sexuelle Gesundheit setzt eine positive und respektvolle Haltung zu Sexualität und sexuellen Beziehungen voraus sowie die Möglichkeit, angenehme und sichere sexuelle Erfahrungen zu machen, und zwar frei von Zwang, Diskriminierung und Gewalt. Sexuelle Gesundheit lässt sich nur erlangen und erhalten, wenn die sexuellen Rechte aller Menschen geachtet, geschützt und erfüllt werden.

Es bleibt noch viel zu tun um sicherzustellen, dass Gesundheitspolitik und -praxis dies anerkennen und widerspiegeln."

Stand 07.05.2018

www.euro.who.int 

 

Intim heißt zu Deutsch "vertraut". Und der Stand der Dinge heute ist: NEIN, wir sind größtenteils nicht mit dem Intimbereich vertraut. Weißt du, welche Vorgänge körperlich, energetisch und geistig in der Sexualität stattfinden können? Hierfür empfehle ich die zwei Bücher von Michaela Riedl, die du kostenlos in der Hausbibliothek der Hausakademie ausleihen kannst. Ich zitiere nachstehend zwei Tabellen aus diesen zwei Büchern um dir einen Überblick darüber zu ermöglichen,welche Tiefe dieses Wissen hat.

 

 

Körper, Geist und Seele -  und was heißt das genau?

1. Vom Sein zum Tun

 

Unser Körper ist zwar fähiger als die ausgefallenste Maschine der Welt (kann sich selbst heilen, reproduzieren, verfügt über eine beachtliche Ausdauer, sehr robust und zugleich so anpassungsfähig, verarbeitet schneller Informationen als der schnellste Computer der Welt), aber wir kommen auf die Welt ohne Körper-Führerschein und müssen erst wie auch beim Gehen oder Greifen lernen und die entsprechenden Synapsen im Gehirn bilden (Verbindung: Wille - Ausführung).

Sie müssen zunächst aktiviert /aufgebaut werden. Erst dann wird Spüren durch Berührung möglich und die Verbindung: Körper-Geist ist installiert und aktiviert. Es bedarf also einer ganz praktischen Auseinandersetzung, ja sexueller Bildung, damit wir unseren Porsche auch unfallfrei fahren lernen. Hierbei sprechen dei Sexualwissenschaflter von zwei Lernaufgaben: den Handlungsvollzug und enspannte Sättigung lernen.

 

2. Vom Tun zum Sein

 

Die Hauptrolle spielt wie immer die Seele. Die Zufriedenheit stellt sich erst dann her, wenn wir unsere Handlungen passend zu unserem Selbstbild erleben. Wer bin ich? Was ist mein besonderes einzigartiges Liebhaber/ Geliebten-Profil? Was möchte ich damit ausdrücken? Wie und wann erfahre ich mich als der, den ich sein will.?  

 

- Was will ich der Welt geben? (Beispiele: ästethsische Schönheit, körperliche Fitness, die Ehrlichkeit, die Kreativität etc.) 

- Wie kann ich das ausdrücken? Wie können meine Talente stärker zur Geltung kommen?

- Was haben Sie Lust zu entwickeln? (Beispiele: Ausdauer, Entspannungsfähigkeit, Verbindung zu sich selbst)

- Was wollen Sie nicht verändern? Was können Sie nicht verändern?

 

Die folgenden Tabellen zeigen den Zusammenhang Körper-Geist-Seele auf.

 

 

Reflexzonen der Yoni

 

Klitoris

Nervosität, Misstrauen, Ungeduld, Anspannung

G-Punkt

Minderwertigkeitsgefühle, vorgetäuschte Orgasmen, Angst vor Versagen

Venuslippen

Angst sich zu öffnen, Scham, der Wunsch, sich zu verbergen

Vaginaler Kanal

 

 

Vorderster Bereich

Vorderer Bereich

Mittlerer Bereich

 

Hinterer Bereich

Bedürftigkeit, Ärger, Abtreibungen und traumatische Geburten

Nieren, Dickdarm, Harnblase

Leber, Dünndarm

Milz, Bauchspeicheldrüse, Magen

Herz, Lungen, Drüsen

Perineum

Erstarrtsein, Schwierigkeiten loszulassen

 

Reflexzonen des Lingams

 

1. Linguam-Ring

Niere / Wasser / Angst /Ausdauer

2. Linguam-Ring

Leber /Holz /Zorn / Lebensfreunde

3. Linguam-Ring

Milz /Erde / Sorgen /Stabilität/

Eichelflügel

Lunge /Metall / Trauer /Struktur

Eichelspitze

Herz /Feuer /Ungeduld /innere Reinigung

 

 

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