Welche Berührung entspricht deiner Essenz?

 

In den ayuverdischen Wissenschaften unterscheidet man zwischen 3  Typen  der Essenzen der Menschen: Vata, Pita und Kapha. Es erweist sich als sehr hilfreich für einen Menschen um seine besondere Essenz zu wissen, sie bewusst auszuleben und zu stärken. Darüberhinaus bietet diese Unterscheidung auch Hilfe zu einem bewussten Umgang mit den Schattenseiten der besonderen Qualitäten der Essenzen. Wir Menschen sind Beziehungswesen und ähnlich einem Bienenvolk erweisen auch wir eine Arbeitsteileung mit Spezialisierungen.

 

Eine typgerechte Berührung kann es dir helfen, dich in deinen Qaulitäten zu stärken und sie zur vollen Entfaltung zu animieren. Gleichzeitig kann die typgerechte Berührung dich darin unterstützen, deine Schwächen bewusster wahrzunehmen und sie auszugleichen und dich besser darin beobachten lernen, damit du selbstständig für eine Balance sorgen lernst.. 

 

Typ 1

Vata

Überwiegende

 Emotionen

Angst, nicht gut genug zu sein

Aktivität

Hoch, hyperaktiv

Vorlieben

Abwechslung, Kreativität, Spontanität

Abneigun-gen

Routine und klare Strukturen

Lebensart

unstet

Quelle der Kraft

Die Energie der Gedanken

Bestimmung

im Leben

Erweckt die beiden anderen zum Leben, findetLösungen  in schwierigen Situationen

Geneigt

für Störungen

Selbstunsicherheit, übersensibel, nimmt die Sachen persönlich, Mangel an innerer Ruhe, rasch wechselnde Stimmungen, es fehlt oft der Bezug zum Körper (wird als lästig empfunden), kein Zugang zu tiefen Gefühlen, wollen schnell die Erfolge sehen und sind enttäuscht, wenn die Erfolge sich nicht schnell einstellen, am Anfang lassen sich schnell begeistern, doch wechseln schnell zu einer anderen Sache, die sie neu begeistert, tendieren dazu, die eigenen Fähigkeiten nicht ausreichend zu erkennen bzw. schlechter zu bewerten, können Ratschläge nicht annehmen

Stärken

Wirken fröhlich, Anpassungsfähigkeit, leicht zu begeistern, vielseitige Begabungen und Ideen, belastungsfähig in Krisen, aufgeschlossen den Anderen gegenüber, Schnelligkeit, Lebensfreude

Empfohlene

Berührungen

  • Keine übermäßige Stimulierung / keine Musikbegleitung
  • Regelmäßigkeit statt Spontanität der Berührung
  • klare vorgegebene Abläufe
  • langsame, lange  Berührungen
  • Bei einer Sache bleiben statt Vielseitigkeit
  • Viel unterstützende, Kommunikation, um die Angst zu lindern
  • Weniger, dafür klarere Anweisungen sind unterstützend
  • Die Kraft der Taten entdecken lassen
  • Achtsamkeit auf die eigenen Ressourcen statt Überforderung betonen
  • Langsame Einstimmung vor der Berührung
  • Viel Entspannung spendende Berührung im Gesicht und im Kopf
  • Dehnung und Mobilisierung der Arme, klare und feine Berührung des Oberkörpers
  • Sanfte, fließende Abläufe und Übergänge
  • Alle Berührungen sollen auf den Atem-Rhythmus abgestimmt werden
  • Kräftige Berührungen
  • Beruhigend wirken die Hocke-Stellungen, Hüftöffnungen, Rückbeugungen aus der Bauchlage, Seitbeugen und Drehhaltungen, Vorbeugen hilft beim Ausatmen
  • Ruhiger, langer Ausklang, die Aufmerksamkeit auf das Becken richten: Es soll warm, ruhig, entspannt sein

 

 

 

Typ 2

Pita

Überwiegende

 Emotionen

Wut

Aktivität

zielorientiert

Vorlieben

Planung, Leistung

Abneigun-gen

Nutzlosigkeit, chaotische Strukturen, Gefühle von Unsicherheit und Zweifel

Lebensart

risikoreich

Quelle der Kraft

Die Energie der Taten

Bestimmung

im Leben

Gibt den anderen beiden das Ziel vor, ernährt die beiden anderen, bringt Klarheit und Ordnung

Geneigt

für Störungen

Geraten leicht in Wut, geben bei Schwierigkeit die Schuld den Anderen, neigen zu Rechthaberei,  leicht vorwurfsvoll, tendieren zu übertriebenen Ehrgeiz und Aggression, werden oft kritisch und schaffen es nicht andere Sichtweisen gelten zu lassen, jederzeit kampfbereit und in Alarmbereitschaft, Konkurrenz und Streit

Stärken

Überdurchschnittliche Ausdauer, willensstark, zielorientiert, wirken sicher und charismatisch, können gut andere Menschen motivieren, sind überzeugt von der Richtigkeit ihres Tuns, Durchsetzungsvermögen, Willensstärke, Mut, Tatkraft

Empfohlene

Berührungen

  • Den Sinn der Übungen erklären, den Verstand miteinbeziehen
  • Selbstbestimmung ist ihnen sehr wichtig!!!
  • Sobald sie verstanden haben, worum es geht, sind das die ersten, die die Anregungen am besten umsetzen, neigen dazu zu übertreiben
  • Da sie zu Extremen tendieren, sollen sie als Ausgleich lernen mit Nuancen und Schattierungen zu arbeiten
  • Sie zwingen ihren Willen dem Körper von außen auf, muss aufzeigen, dass sie dadurch Energie verlieren
  • Sich spüren, statt Ehrgeiz und Leistung
  • Geduld statt Ungeduld, Hingabe statt Willenskraft
  • Zu Beginn darauf einstimmen, dass es darum geht, in den Kontakt mit den Gefühlen und Sinnesempfindungen zu kommen, statt ein Ziel zu verfolgen
  • Fokus auf den Bauchraum, mäßiger Druck
  • Bei Steh-haltungen muss darauf geachtet werden, dass der Körper weich wird!!!
  • Der Atem tief und ruhig
  • Hüftöffnungen sind gut, Seiten- Drehhaltungen sollen vermieden werden, da sie noch mehr Feuer entfachen
  • Vorbeugen und Falten sind gut, Rückbeugen vermeiden, den Oberkörper unten, den Unterkörper oben lassen wirkt ausgleichend
  • Langsamer Ausklang, kühlender Atem

Empfohlene

 Ernährung

Kühles, leichtes, trockenes Essen, lieber kochen statt anbraten, abzuraten ist von Fleisch, empfehlenswert Vollkornprodukte, viel Quellwasser

 

Vorlieben beim Essen: salzig, gut gewürzt

 

 

 

Typ 3

Kapha

Überwiegende

 Emotionen

Schwermut, Verlustängste

Aktivität

lethargisch

Vorlieben

Entspannung, Gleichförmigkeit

Abneigun-gen

Veränderung

Lebensart

verlässlich

Quelle der Kraft

Die Energie der Beziehungen

Bestimmung

im Leben

Schützt vor dem Übermaß der beiden Anderen, bringt die Ruhe und speichert und hütet das Erreichte.

Geneigt

für Störungen

Motivationslosigkeit, Trübsinn, Resignation, kämpfen sich von den Problemen der anderen Leute abzugrenzen, werden oft ins Mitleid gezogen, träumen davon, dass jemand anders sie gut umsorgt, statt die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Ihnen ist es sehr wichtig, was die anderen von ihnen halten, verfallen oft in Gefühle von Schuld und Depression. Wenn sie Kontrolle oder Eigentum verlieren, können sie psychisch unstabil werden, leiden oft an Übermaß an Vergnügen und Verhaftung an materielle Dinge

Stärken

Können sich gut in die Anderen hineinfühlen, sind zuverlässig, bleiben an den Dingen dran, hervorragendes Langzeitgedächtnis, Ruhe, Selbstverstrauen, verleiht psychische Stabilität, Geduld und Zufriedenheit,  Frieden, Freundlichkeit, Mitgefühl

Empfohlene

Berührungen

  • Brauchen starke Stimulation
  • Oft wirksam sie direkt zu konfrontieren und zwar wiederholt,  sie zu trösten und beruhigen hilft nicht, auch wenn sie danach verlangen
  • Klare Anordnungen, es braucht länger, bis sie sich verändern
  • Es stört sie nicht, wenn sie keine schnellen Erfolge haben, Ruhe ist ihnen wichtiger
  • Offenheit für Neues statt  endloses Wiederholen von Bekannten
  • Fokus auf verschiedene Details statt auf eine Sache
  • Sich überwinden und in die eigene Kraft gehen, statt Motivationslosigkeit und Faulheit
  • Anregung statt Ruhe
  • Sollen sich vor der Berührung aufwärmen, den Kreislauf in den Schwung bringen
  • Sie brauchen intensive, Kreislauf und Stoffwechsel anregende Berührungen
  • Viel Wärme
  • Ins Schwitzen bringen
  • Fokus auf Gesäß und Oberschenkel, Beinmuskulatur
  • Heldenstellungen (Brustkorb öffnen)
  • Viel Detailarbeit
  • Der Masseur soll den Gast oft aus den Tagträumen zurückholen und die Aufmerksamkeit auf die Berührung fokussieren
  • Nicht beim ersten „ich kann nicht mehr“ aufhören
  • Wärmende Atemübungen
  • Spannung und Streckung im Körper tut gut
  • Nach der Berührung kein Nachruhen, schnell aufsitzen

Empfohlene

 Ernährung

Regelmäßiges Fasten, Obst nicht vorteilhaft, gedämpftes Gemüse, Getränke mit zusammenziehendem Geschmack, würziges Essen

-zu vermeiden: Brot, Nüsse, Bohnen

 

Vorlieben: viel Fett und Zucker

 

 

Quelle: Isabella Welsch "Yoga typgerecht"

 

 

 

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