Drei Stufen der systemischen Körperbewusstseins-arbeit 

 

 

 1) Stufe 1- die Berührung - die Selbstliebe

Ohne Selbstliebe ist der Mensch wie ein Faß ohne Boden. Nichts kann ihn füllen.

 

Hierbei übst du in achtsamer Begleitung die Selbstwahrnehmung, die Selbstannahme und die Selbstregulation. Die Berührung ist essentiell für das Herausbilden von Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. denn erst wenn wir bewusst statt willkührlich auf die Umwelt reagieren, fühlen wir uns als Meister unseres Lebens. Entsprechend deiner individuellen Essenz nach der ayurvedischen Lehre wirst du durch die typgerechte Berührung darin unterstützt deine besonderen Stärken bewusster wahrzunehmen und die Schwächen bewusster auszugleichen.

 

2) Stufe 2 - das Begehren 

 

Hierbei wirst du darin unterstützt deine Sexualität als positiven und selbstbestimmten Persönlichkeitsanteil zu integrieren. Die Weltgesundheitsorganisation definiert die sexuelle Gesundheit wie folgt:

 

"Sexuelle Gesundheit ist untrennbar mit Gesundheit insgesamt, mit Wohlbefinden und Lebensqualität verbunden. Sie ist ein Zustand des körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefindens in Bezug auf die Sexualität und nicht nur das Fehlen von Krankheit, Funktionsstörungen oder Gebrechen.

Sexuelle Gesundheit setzt eine positive und respektvolle Haltung zu Sexualität und sexuellen Beziehungen voraus sowie die Möglichkeit, angenehme und sichere sexuelle Erfahrungen zu machen, und zwar frei von Zwang, Diskriminierung und Gewalt. Sexuelle Gesundheit lässt sich nur erlangen und erhalten, wenn die sexuellen Rechte aller Menschen geachtet, geschützt und erfüllt werden.

Es bleibt noch viel zu tun um sicherzustellen, dass Gesundheitspolitik und -praxis dies anerkennen und widerspiegeln."

 

 

Die systemische Körperbewusstseinsarbeit kann dich darin unterstützen,

  • Frieden mit dem eigenen Geschlecht zu schließen
  • Umgang mit emotionaler Nähe und Distanz zu erlernen
  • beherztes Vorleben eigener Möglichkeiten und Grenzen
  • das sexuelle Erleben auf den ganzen Körper auszudehnen, denn die Begrenzung auf die Genitalien erreicht nicht das Herz und bildet nicht das Gehirn weiter
  • Umgang mit der Veränderung der Sexualität mit dem Alter, nach einer Geburt etc.
  • das sexuelle Erleben auf das ganze emotionale Spektrum auszudehnen, denn die Begrenzung auf den Lustaspekt erreicht die Seele nicht und schließt den spirituellen Charakter der Sexualität aus.
  • Verminderung der sexuellen Ängste, Selbstheilung der sexuellen Traumata
  • den Umgang mit dem natürlichen Rhythmus der sexuellen Energien
  • Verminderung der sexuellen Süchte 

 

3) Stufe 3 - die Begegnung 

Ich stelle mich in den Dienst des Lebens

 

 

"Wenn du liebst und für den anderen mitempfindest und dir seines höchstens Wertes bewusst bist, wenn du ihn nicht wie einen Mechanismus behandelst, den man in Ordnung bringen muss, sondern wie eine unendlich kostbare Energie, 

wenn du dankbar bist, dass er dir vertraut und dir erlaubt, mit seiner Energie zu spielen, dann wirst du allmählich das Gefühl haben, als ob du auf einer Orgel spielst. Der ganze Körper wird zur Tastatur der Orgel  und du kannst spüren, wie im Inneren des Körpers eine Harmonie entsteht. Nicht nur dem Anderen wird geholfen, sondern auch dir.!

 

Osho, aus " Sprengt den Fels der Unbewusstheit"

 

Wenn du selbst berühren lernst, so lernst du:

 

 - den Unterschied zwischen den Menschen durch tiefen Respek des Eigenwertes zu feiern, 

- deine unbewussten Muster den anderen Menschen gegenüber abzulegen: Konkurenz, Parallelexistenzen oder gar unbewussten Vernichtungskampf

- gemeinsam einen schöpferischen Prozess zu gestalten: nicht auf den Kosten des Anderen, nicht auf deinen Kosten, sondern auf der Augenhöhe

- sich selbst von den Anderen besser unterscheiden, deine eigenen nicht wahrgenommen Anteile, die dir dein Gegenüber spiegelt, zu dir zu nehmen und sie zu integrieren 

- dass wir Menschen keine von einander abgetrennten Wesen sind, sondern uns mit denselben Themen, Ängsten, Sehnsüchten, Gedankenmustern, Verhaltensgewohnheiten  gegenseitig beeinflussen. Es tut uns nicht gut, in den geschlossenen Kleinfamilien, in den Schneckehhäusern, in den geschlossenen Religionsgemeinschaften zu verharren.

 

Die Berührung öffnet uns ganz neue Türen und Möglichkeiten, uns jenseits der Unterschiede, sondern auf der Grundlage der gemeinsamen Sinnlichkeit zu begegnen.

 

 

 

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